Das 18. DFPK: Wiedersehen macht Freude!

Nach zwei langen Jahren vor Laptop-Kameras, unzähligen Zoom-Meetings und Podiumsdiskussionen im Livestream konnte das 18. DFPK dieses Jahr erstmals wieder in Präsenz stattfinden. Die Vorfreude der Gäste und des DFPK-Teams auf die Podiumsdiskussion und die Fachtagung war daher umso größer!

Die Podiumsdiskussion, die traditionell den Auftakt des DFPKs darstellt, fand dieses Jahr unter dem Titel: „Repräsentiert mich – Medien und Politik als Abbild der Gesellschaft?“ statt. Das Thema Repräsentation ist vielseitig und wirft verschiedene Fragen auf: Geht es bei der Frage der Repräsentation eher um Personen oder um Themen? Ist die Einführung von Quoten sinnvoll, um gewisse Gruppen oder auch Minderheiten abzubilden? Und ist eine echte Repräsentativität nach Beruf, Bildungsstand und soziodemographischen Merkmalen in Parlamenten überhaupt wünschenswert?

Am Mittwochabend den 20. April durfte das DFPK-Team die Podiumsgäste und zahlreiche Interessierte im Haus der Universität begrüßen. Nach dem Sektempfang wurden die Zuschauer*innen zu ihren Plätzen geführt und die Veranstaltung begann mit dem Grußwort durch die Teamleiter*innen des DFPKs. Danach übernahm Dr. Frank Claus von IKU_Die Dialoggestalter die Moderation der Podiumsdiskussion und stellte die Podiumsgäste vor. Jedes Jahr bemüht sich das DFPK-Team das Podium mit Gästen aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Medien und Gesellschaft möglichst vielseitig zu besetzen.

Auf dem Podium diskutierten dieses Jahr:

Eva-Maria Thurnhofer
Mitbegründerin Brand New Bundestag

Sheila Mysorekar
Neue deutsche Medienmacher*innen e.V.

Rolf Zurbrüggen
Vorsitzender WDR-Rundfunkrat

Serap Güler
Mitglied des Bundestages

Prof. Dr. Olaf Jandura
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Weitere Infos zu unseren Gästen gibt’s hier!

Auf dem Podium (v.l.n.r.): Dr. Frank Claus, Serap Güler, Sheila Mysorekar, Prof. Dr. Olaf Jandura, Eva-Maria Thurnhofer & Rolf Zurbrüggen

Repräsentation aus Sicht der Medien, Politik und Wissenschaft

Unsere Gäste diskutierten Fragen wie: Können Akademiker*innen Nicht-Akademiker*innen repräsentieren? Was bedeutet Vielfalt in den Medien? Muss die gesamte Medienberichterstattung vielfältig sein, ein Sender oder nur ein Beitrag? Umfasst Vielfalt auch extreme Meinungen? 

Dabei wurden das Thema Repräsentation aus den verschiedenen Blickwinkeln der Politik, Medien und Wissenschaft beleuchtet:

In Hinblick auf die Medien wurde vor allem über Vielfalt innerhalb von Redaktionen und Medienhäusern diskutiert. Der Verein der Neuen deutschen Medienmacher*innen hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Diversität in die deutschen Redaktionen zu bringen. Außerdem gab Prof. Jandura interessante Einblick zur medialen Repräsentationswahrnehmung, also der Frage, wie Bürger*innen sich in den Medien repräsentiert fühlen.

Auf Seiten der Politik stand die Repräsentation im Bundestag und den Parlamenten im Zentrum der Debatte. Nicht nur Frauen, auch Nicht-Akademiker*innen und Menschen mit Migrationserfahrung sind in deutschen Parlamenten unterrepräsentiert. In diesem Kontext wurde auch über die Vorteile und Schwierigkeiten eine Quote diskutiert.

Die lebhafte Diskussion auf dem Podium und auch die anschließende Fragerunde mit dem Publikum haben deutlich gezeigt, wie sehr uns allen der Austausch miteinander auf Präsenzveranstaltungen gefehlt hat. Im Anschluss der Podiumsdiskussion gab es noch ein ausgelassenes Get-together, wo die Zuschauenden mit den Gästen, bei einem Glas Wein zusammenkommen konnten.

Die Fachtagung mit topaktuellen Beiträgen

Nach dem erfolgreichen Auftakt mit der Podiumsdiskussion, folgte am Freitag und Samstag die Fachtagung für junge Nachwuchswissenschaftler*innen.

In diesem Jahr konnte die Fachtagung vor Ort im schönen Schloss Mickeln stattfinden. Insgesamt präsentierten 10 junge Wissenschaftler*innen ihre Forschungsprojekte aus dem Bereich er Politischen Kommunikation. Die Vortragenden hatten eine große Varianz bei den jeweiligen Forschungsinteressen und unterschiedliche universitäre Hintergründe. Sie kamen aus Berlin, Hannover, Paderborn, Hagen, Tübingen, Hohenheim und Düsseldorf. Sie alle einte die Lust an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung und die Aktualität ihrer Beiträge. Unter anderem gab es Vorträge zum Politisches Framing am Beispiel der Wahlkampfkommunikation der ‚Alternative für Deutschland‘ (AfD), Politisches Storytelling im Brexit-Wahlkampf 2016 oder den Einflussfaktoren auf das Glauben an Verschwörungstheorien in der Corona-Pandemie. Im Anschluss an die Präsentationen bekamen sie Feedback von hochkarätigen Respondents. Dadurch erhielten die Nachwuchswissenschaftler*innen Anregungen, Ergänzungen, aber auch Lob für ihre Arbeiten.

Vielen Dank an alle Beteiligten!

Insgesamt waren Fachtagung und Podiumsdiskussion ein voller Erfolg für den wissenschaftlichen Diskurs! Die Präsenzveranstaltung war an allen drei Tagen ein voller Erfolg und wir hoffen, dass es in den kommenden Jahren genauso weitergehen wird!

Zum Schluss wollen wir uns im Namen des gesamten DFPK-Teams bei allen Beteiligten und Sponsoren nochmal ganz herzlich für das gute Gelingen des 18. DFPK bedanken! Vielen Dank an alle Unterstützenden für die Flexibilität und die Geduld unter diesen weiterhin besonderen Umständen.

Das 18. DFPK: Wiedersehen macht Freude!
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